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Linde übergewichten 20.12.2000
Helaba Trust
Das Leistungsspektrum von Linde (WKN 648300) umfasse Anlagenbau (Anteil am Auftragseingang 9M 2000: 14%), Fördertechnik (37%), Kältetechnik (12%) und Technische Gase (45%). In der erstgenannten Sparte verfüge der Konzern als Weltmarktführer bei Wasserstoffanlagen über ein besonders zukunftsträchtiges Segment. Auch bei Flurförderzeugen (v.a. Gabelstapler) und Kühlmöbeln (Ladeneinrichtungen für Lebensmittelhandel) zähle man zur Weltspitze. Mit Abstand größte Bedeutung besäßen aber Technische Gase, einem oligopolartigen Markt, wo das Unternehmen weltweit den vierten Rang einnehme. Durch Margenverbesserungen in allen Sektoren solle die Rendite auf das eingesetzte Kapital bis 2002 auf 20% gesteigert werden (1999: 10,2%).
In den ersten neun Monaten 2000 sei der Konzernumsatz um 39,4% (bereinigt um Erstkonsolidierung AGA: 6,7%) auf 6,0 Mrd. EUR angewachsen. Das EBIT sei sogar um 79% auf 497 Mio. EUR nach oben gesprungen. Wesentlich höhere Finanzierungskosten und die erstmalige Belastung durch Goodwill-Abschreibungen hätten das Wachstum beim Ergebnis vor Steuern jedoch auf 9,5% abschmelzen lassen. Für das Gesamtjahr peile die Unternehmensführung hier eine Rate von 15% an (entspreche 480 Mio. EUR bezogen auf den adjustierten 1999er Wert). Dabei würden im Schlussquartal Restrukturierungsaufwendungen in den Bereichen Kältetechnik (Kapazitätsabbau) und Technische Gase (Integration AGA) mittels außerordentlicher Erträge ausgeglichen.
Die augenblickliche Marktsituation, die von Wachstumsängsten, Technologiebaisse und weitgehend ausgereizten defensiven Titeln geprägt sei, dürfte für eine Outperformance der immer noch vergleichsweise moderat bewerteten Linde-Aktie geradezu prädestiniert sein. Zwar schwäche sich die Gewinndynamik auch bei den Wiesbadenern infolge rückläufiger Margen in der Fördertechnik ab. Der Wachstumspfad werde aufgrund besserer Ergebnisse in den anderen Segmenten gleichwohl nicht verlassen, so dass sich das Unternehmen positiv vom Branchenumfeld abheben könne. Bei Ansatz von langjährigen Bewertungsdurchschnitten errechne sich ein Zielwert für 2001 von über 60 EUR je Aktie. Die Experten von Helaba Trust rieten, den Titel überzugewichten.
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